01.01.2020 San Jose / Sibalom

Hallo,

ein frohes und erfolgreiches neues Jahr an alle!

Wie angedroht klapperte gestern Abend Dorry mit zwei Topfdeckeln in den Händen vor unserem Haus und machte richtig Krach. Sie stützte dann rein und rannte durch alle Räume und schlug und schrie gleichzeitig. Also da haben alle bösen Geister Reissaus genommen, wer traut sich schon, so viel Frauenpower zu bekämpfen! Noch ein kurzes Stöhnen und weg waren sie!

Ansonsten war es bei uns eher beschaulich, Christy hatte immer noch diesen schrecklichen Husten, der sie stark belastete, mittlerweile geht es aber besser.

Wir saßen dann noch etwas im Familienkreis zusammen, incl. Dorries Vater, der Voodoo-Mann.

Auf der Straße vor dem Haus rasten Jugendlichen mit Mopeds mit abgesägten Auspuff hin und her (kuckt mich an, ich kann sehr laut!)…aber da war dann auch bald der Sprit alle.

 

Am nächsten Tag waren auf dem Wasser viele Boote unterwegs, ganze Familienverbände, schipperten da auf und ab. Auch gab es einige Taucher, die wohl das Abendessen fangen wollten, Kinder plantschten im Wasser, Standparties…also ein Tag mit der Familie in, auf und am Wasser.

Nur mit dem Aufräumen hinterher nehmen sie es nicht so genau, schaun wir mal.

Christy, Chryshell, Jin jin und ich fuhren am Nachmittag aufs Land, wo eine Kollegin von Christy lebt. Ein Ort namens Purok 5, in der Nähe von Pis-Anan, welches wiederum zu Sibalom gehört.

Der Ort selbst ist bei Google Maps nicht zu finden, ich vermute mal, es ist hier:

https://www.google.de/maps/place/Pis-Anan,+Sibalom,+Antique,+Philippinen/@10.7523301,122.0826823,4262m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x33ae48c30fff9041:0x40de662836164899!8m2!3d10.769299!4d122.0666997!5m1!1e1

 

Sicher bin ich mir aber nicht. Wir werden da noch mal mit dem Moped hin fahren und dann werde ich hoffentlich die genauen Koordinaten nehmen können.

Christies Kollegin muss jeden Tag hin und zurück nach San Jose über Sibalom mit dem Jeepnew, dann wird sie von einem in der Familie mit dem Moped abgeholt und in die Berge gefahren…bei Hitze und Typhoon…

Wenn es zu viel geregnet hat, ist die Brücke über den Fluss unpassierbar und ein riesiger Umweg steht an.

Also bitte beklagt euch nicht über zu weite Anreise zur Arbeit…es gibt viel Schlimmeres.

Sie wohnt in einem sehr schönen Haus mit Mutter und Bruder. In dem Dorf soll es tatsächlich noch einen Ausländer geben, einen Mann aus Norwegen, der aber wohl nur gelegentlich da ist.

Sie führte uns dann in die Felder zum Hof ihres Vaters. Vorbei an Reisfeldern und grasenden Büffeln.

Christy sagt, so lebten die Leute früher hier, ein Bambushaus, etwas Land für Reis und Tiere, in diesem Fall Schweine, Rinder, Hühner…

Auf einer kleinen Anhöhe hat der Vater ein schönes kleines Bambus Haus gebaut, mit einem herrlichen Rundblick auf die Felder, incl. Terrassen. Wunderschön…

Immerhin gibt es Internet über Schüssel!

Wer hier lebt, an dem läuft die Zeit irgendwie anders ab…vorbei gehende Leute starrten mich ungläubig an, hier kommen eben kaum Weiße hin.

Auf dem Rückweg auch herrlich die beiden Büffel, die wohl kurz vorher ein Schlammbad genossen hatten.

Merkwürdig auch die Gewächse mit den riesigen Blättern. Die Knollen hängen an den Wurzeln und sehen wohl so aus wie Süßkartoffeln.

Also insgesamt ein spannender Ausflug in eine andere Welt, die es auf den Phils noch häufig gibt.

Übrigens, Schlangen soll es da auch geben…die fressen die Ratten, die sich am Reis laaben…schlotter!

 

Stay tuned!